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Karl Türck

Nachtrag: Was war am 17. Juni?

Wer erinnert sich noch an den 17. Juni? Das war früher ein nationaler Feiertag. Er wird heute nur noch selten erwähnt. Er wurde abgelöst durch den 3. Oktober, den Tag der deutschen Einheit.

 

So war es keine Überraschung, dass in diesem Jahr am 17. Juni das Datum keine Erwähnung in der Presse fand. Umso mehr wunderte sich der Verfasser, am 18. Juni etwas über den 17. Juni zu lesen.

 

 

Berlin (dpa) - Mit einem zentralen Gedenken in Berlin wird heute an die Opfer des DDR-Volksaufstandes vor 66 Jahren erinnert. Vor 66 Jahren gingen in der DDR in rund 700 Orten Hunderttausende gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße.

Zu der Gedenkstunde der Bundesregierung auf dem Friedhof an der Seestraße werden Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Sie wollen am dortigen Mahnmal für die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 Kränze niederlegen. Geplant sind auch eine Gedenkminute sowie Gespräche mit Zeitzeugen.

 

Aus spontanen Streiks entwickelte sich im Juni 1953 ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. Mehr als 1500 Demonstranten wurden verurteilt und kamen ins Gefängnis.

 

Das war der Bericht über das zentrale Gedenken der Bundesregierung in Berlin. Dieselbe war durch Horst Seehofer vertreten. Man kann dem entnehmen, dass der ehemalige Feieertag, zum Gedenktag zurückgestuft, inzwischen eine reine Pflichtübung darstellt. Immerhin waren der Berliner Bürgermeister da und einige Zeitzeugen.