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Karl Türck

Geisterradler in Dorsten

DIE LINKE. Dorsten kommentiert

 

Ein Kommentar zum Artikel "Polizei nimmt Geisterradler in Dorsten ins Visier" der Dorstener Zeitung vom 20. April.

 

Nachdem gemeldet wird, dass jetzt in Dorsten Beamte aus Recklinghausen Radfahrer kontrollieren, ob sie auf der richtigen Seite fahren und, wenn nicht, mit 20 Euro abstrafen, muss erwähnt werden, was nicht Ortskundigen vielleicht nicht bekannt ist.

 

Wir Radfahrer bemühen uns, den Radweg auf der richtigen Seite zu nehmen. Wenn ich aber auf meiner Seite 10 Häuser weiter in ein Geschäft will und das ist leider auf der linken, dann nehme ich die. Eine prekäre Situation findet sich zum Beispiel auf der neuen Fürst-Leeopold-Allee auf dem ehemaligen Zechengelände hinter ALDI. Dies ist eine neu ins freie Feld gebaute Straße (Allee). Sie hat natürlich auch einen Radweg. Aber nur auf einer Seite. Die Hälfte der Radfahrer sind also notwendig zu Geisterradlern verdammt. Was könnte so ein Radler denken? Den Planern ist doch vollkommen egal, auf welcher Seite wir fahren!

 

Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es seit zig Jahren Landstraßen um Dorsten herum gibt, die nur einen Radweg auf einer Seite haben – ganz zu schweigen von solchen, vor denen man Radfahrer ausdrücklich warnen muss: Falle! (Schloss-Allee nach Lembeck, Engführung, kein Radweg).

 

Zugegeben, Radfahren in Dorsten war früher noch schlimmer. Aber von einer Qualität niederländischer Klasse träumen wir noch. Und von einer entsprechenden Achtung der Radfahrer unter den Verkehrsteilnehmern auch.