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Werksverträge in Schlachthöfen

In letzter Zeit wurde etwas von den Medien entdeckt, weil es wohl nicht mehr zu vertuschen war. Etwas Beschämendes und Unwürdiges. Ausbeutung des Menschen durch den Menschen mit Hilfe von sogenannten „Werksverträgen“.
Da holen sich Betreiber großer Schlachthöfe, wie hier z. B. Wiesenhof und Steinemann in Niedersachsen, sowie auch in anderen Bundesländern über dubiose Werber sogenannte Wanderarbeiter aus Bulgarien, Rumänien usw. unter falschen und verlockenden Angeboten, dabei die schlechte Wirtschaftslage in den genannten Ländern ausnutzend. Man verspricht ihnen bei der Anwerbung Löhne, die sie niemals erhalten werden, sondern sie bekommen für ihre  „Sklavenarbeit“ in ihrem realen Beschäftigungsverhältnis in Wahrheit 4,00 Euro bis 5,50 Euro, müssen aber rund um die Uhr einsetzbar sein, das Arbeitszeitgesetz wird außer acht gelassen.
Auch viele deutsche Arbeitnehmer geraten über die Vermittlung von Zeitarbeitsfirmen an diese Ausbeuter.

Eingestellt werden sie auch nicht direkt von dem Betrieb, in dem sie für Dumpinglohn knechten müssen, sondern zunächst mal in Scheinfirmen, werden aber auf dem Gelände in Behausungen untergebracht, die

a) überbelegt sind, es hausen in Zimmern, die z.B. für 4 Personen ausgelegt sind, bis zu 8 Personen;
b) dazu sind die „Behausungen“ zumeist in einem technisch desolaten Zustand. Bei eventuellen Kontrollen wird  vom Vermieter (entleihender Betrieb) kurzfristig für Abhilfe gesorgt, das heißt der eigentliche Soll-Zustand hergestellt. Ist die Kontrolle vorbei, wird aus Kostenersparnis der Zustand vor der Kontrolle zurück erstellt.

Unberechtigte Abzüge (Strafe bei erfundenen Abmahnungen)  schmälern im weiteren die kargen Löhne der verängstigten Beschäftigten.
Das sind eindeutig Verstöße gegen geltendes Menschenrecht und eigentlich nicht erst seit heute bekannt. Man muss sich fragen, wofür unsere Väter und Mütter in der Vergangenheit in zahlreichen Arbeitskämpfen auf die Straße gegangen sind. Seit Leiharbeit hoffähig gemacht wurde sowie die Einführung von Werksverträgen durch die SPD in Koalition mit den Grünen, werden die Rechte von Arbeitnehmern mit Füßen getreten, nur damit sich profitgierige Unternehmen eine goldene Nase verdienen.

Wir, die Linke fordern deshalb:

Abschaffung der Leiharbeit!

Abschaffung von Werksverträgen!

Dafür reguläre Beschäftigung und Einhaltung der Menschenrechte gemäß  Art. 1 GG

Hanns-Jürgen Bendrin
Ressort Arbeit & Soziales Die Linke Dorsten


Bürgerbüro DIE LINKE. Dorsten

Burgsdorffstr. 16, 46284 Dorsten

Tel.:     0 23 62 / 78 89 22 5
Mobil:  0 1 7 6  / 66 36 52 07

 

Wir haben an jedem zweiten Donnerstag Mitgliederversammlung (jeweils ab 18.00 Uhr).

Jede(r) Interessierte ist herzlich eingeladen. Kommt vorbei, unsere Versammlungen sind öffentlich!

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