Kommentar der LINKEN Dorsten zum AfD-Infostand
Am Dienstag, dem 23.10. 2018, meldete die Dorstener Zeitung (DZ) in einem Artikel von einer
3/4 Spalte, dass die AfD am Samstag ihren ersten Infostand in Dorsten
machen wolle. Was sollten wir damit anfangen? Wann wurden jemals andere
Infostände auch so wortreich angekündigt? Dorstens Bürger sollten
offenbar diesem Infostand ihre besondere Aufmerksamkeit schenken.
Sie haben es in der Weise getan, dass eine Reihe von Bürgern
selbstgemalte Plakate gegen Rechtsradikalismus und Rassismus
präsentierten. Parteienvertreter verteilten zusätzlich ein
Antifa-Flugblatt. All das waren spontane Aktionen, die aus der Situation
vor Ort entstanden. Jubel, dass die Rechtspopulisten endlich auch in
Dorsten vertreten sind, kam nicht auf. Nachdem ihr Auftritt nicht nach
ihrem Wunsch verlaufen war, rief ein AfD-Vertreter die Polizei und
versuchte, die spontanen Proteste als kriminell darzustellen, ohne Erfolg.
Wir fragen uns nun, ob die DZ, die den Auftritt der AfD so beflissen
angekündigt hat, nun auch über die Reaktion der Dorstener Bevölkerung
berichten wird. Am Montag, dem 29.10. war in der DZ nichts zu lesen.
Nachdem am Mittwoch, dem 31.10., unser Lokalblatt über den Protest der Bürger gegen den ersten Auftritt der AfD noch immer nicht berichtet hat, ist auch nicht mehr damit zu rechnen.
Bange Frage: Was schließen wir daraus? Haben die „rasenden Reporter“ der DZ dieses für die politischen Verhältnisse in unserem liebenswerten Dorsten nicht ganz uninteressante Ereignis etwa verschlafen? Manche demokratische Dorstener - die es offensichtlich gibt - befürchten, die DZ hätte gar bewusst nicht über Proteste von Dorstener Bürgern gegen die AfD berichtet. Aber das kann doch nicht sein!
